Brexit: Über 80.000 .eu-Webadressen sind nicht erreichbar.

Brexit: Über 80.000 .eu-Webadressen sind nicht erreichbar.

Brexit

Foto: Canva

Wenn Sie sich wundern, weil Sie bei einer .eu-Webadresse eine Fehlermeldung erhalten: Das kann eine Folge des Brexits sein.

Eine wichtige Voraussetzung für die Registrierung einer .eu-Domain ist ein Wohn- oder Firmensitz innerhalb der EU. Durch das Ausscheiden Großbritaniens aus der Europäischen Union erfüllen viele britische Domain-Inhaber nicht mehr die erforderlichen Kriterien.

Die Europäische Registrierungsbehörde (EURid) hatte bereits 2019 die damals 300.000 britischen Inhaber auf die Bedingung, eines Wohn- oder Geschäftssitzes innerhalb der EU hingewiesen.

Pünktlich zum 1. Januar 2021 wurden daher über 80.000 .eu-Webadressen „eingefroren“: Es sind weder die Internetseiten noch die Email-Konten erreichbar.

Die Registrierungsbehörde hat den britischen Inhabern eine Nachfrist von drei Monaten gesetzt, um ihre Angelegenheiten zu klären. Privatpersonen mit einer .eu-Domain benötigen eine ständige Aufenthaltserlaubnis sowie einen Wohnsitz innerhalb der EU. Unternehmen benötigen eine Niederlassung in der EU.

Doch was ist, wenn die britischen .eu-Domain-Inhaber keine eigene Meldeadresse in der EU haben und dennoch eine .eu-Webadresse behalten wollen?
In diesem Fall benötigen sie einen Treuhänder in der EU, der sich als Ansprechpartner rund um die Fragen zur Domain zur Verfügung stellt.

Bis zum 31. März 2021 müssen die britischen .eu-Domain-Inhaber ihre Angelegenheiten mit der EURid neu regeln. Wer nicht reagiert, verliert seine .eu-Domain. Ab April 2021 stehen voraussichtlich einige hundert .eu-Domains für andere EU-Interessenten zur Verfügung.

Übrigens: Treuhänder sind auch in anderen Ländern durchaus als Ansprechpartner für die entsprechenden Domains üblich.
promoprompt GmbH arbeitet ebenfalls weltweit mit entsprechenden Treuhändern zusammen. Wir können für unsere Kunden (fast) jede Domain registrieren und verwalten. Benötigen Sie als Unternehmen oder Selbständiger eine Internetadresse? Sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

 

Quelle: Theregister

Datenleck beim Autovermieter Buchbinder

Datenleck beim Autovermieter Buchbinder

Nach Presseveröffentlichungen sollen 5 Millionen Kundendaten im Netz zugänglich gewesen sein. Die Daten enthielten Verträge, digitalisierte Rechnunge, Email-Verkehr und Schadensbilder von vermieteten Fahrzeugen. In den Vertragsdaten waren unter anderem Namen, Adressen, Geburtsdaten und Führerscheindaten zu finden. Darunter sollen sich laut Angaben von „c’t“ und „Zeit“ auch die Daten von Grünen-Chef Robert Habeck und Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) befunden haben.

Laut Bericht soll dieses Datenleck durch ein Konfigurationsfehler in einem Backup-Server verursacht worden sein.

Nachdem das Datenleck durch einen Routine-Scann einer IT-Sicherheitsfirma aufgefallen war, soll Buchbinder zwei Mal per Email darauf aufmerksam gemacht worden sein. Buchbinder soll nach Medienbericht nicht reagiert haben, so dass die IT-Sicherheitsfirma den zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten in Bayern und die Medien „c‘t“ und „Zeit“ informierte.

Erst nachdem sich die beiden genannte Median an die zur Europcar-Gruppe gehörenden Autovermietung wandten und erneut auf das Problem hinwiesen, wurden die Zugänge zu den Daten unverzüglich geschlossen.

Das Datenleck soll mehrere Wochen bestanden haben. Falls Sie als Kunde der Autovermietung von dem Datenleck betroffen sind, finden Sie auf dem Portal von Heise Online den folgenden Artikel:

Datenleck bei Buchbinder: Was Betroffene jetzt tun können

Cyberangriffe auf Server-Dienstleister im Bankensektor

Cyberangriffe auf Server-Dienstleister im Bankensektor

Bereits am 8. Januar 20 veröffentlichte die DKB über Twitter in einem 4-teiligen Tweet:

Der Server-Dienstleister der DKB wurde am 07.01.2020 einem Angriff durch Dritte ausgesetzt, der die Verfügbarkeit unserer Webseite sowie einige unserer Dienste beeinträchtigt. Es gibt aktuell kein Anzeichen für einen Datenabgriff. Gemeinsam mit unserem Server-Dienstleister haben wir umgehend Gegenmaßnahmen ergriffen und die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Mit den zuständigen Behörden arbeiten wir eng zusammen. Wir bedauern es, wenn du daher teilweise nicht auf unsere Website und das Internet-Banking zugreifen kannst. Die DKB setzt alles daran, dass die uneingeschränkte Verfügbarkeit dieser Dienste so rasch wie möglich wiederhergestellt wird.“

Twitter-Meldung der DKB

Der Server-Dienstleister mit dem Namen FI-TS ist eine Tochter des Sparkassen-IT-Dienstleisters Finanz Informatik (FI). Durch den Angriff auf den Server gab es neben der DKB weitere betroffene Banken, die unterschiedlich stark eingeschränkt waren.

Auch wenn es zu keinem Daten-Diebstahl kam, zeigt dieser Vorfall ganz klar die Verwundbarkeit der modernen, digitalen Wirtschaftswelt. Ein  Schaden entsteht bereits durch die „Nichterreichbarkeit“ (Fehler 404 – „Not found“). Besser und wirtschaftlich günstiger ist es, schon im Vorfeld in die IT-Sicherheit zu investieren. 

Sie möchten die Sicherheit Ihrer eigenen Internetseite überprüfen?
Nutzen Sie jetzt gleich unser Kontaktformular

 

Quellen: Twitter – Tweet von @DKB_de; Handelsblatt – Artikel vom 08.01.20 zum Thema

EuGH-Urteil: Netzagentur verliert gegen Google im Gmail-Streit

EuGH-Urteil: Netzagentur verliert gegen Google im Gmail-Streit

Kurzmeldung:

Das EuGH hat heute das Urteil im Rechtsstreit zwischen Bundesnetzagentur und Google entschieden (AZ: C‑193/18 – in den Medien genannter  „Gmail-Streit“):

Gmail ist kein „elektronischer Kommunikationsdienst“ im Sinne des EU-Rechts und unterliegt somit nicht den für elektronische Kommunikationsdienste entsprechenden Bestimmungen.

Das Urteil in Deutscher Sprache ist hier zu lesen.

5G-Versteigerung beendet – Bund nimmt 6,55 Milliarden Euro ein

5G-Versteigerung beendet – Bund nimmt 6,55 Milliarden Euro ein

Über 12 Monate wurde um die 5G-Frequenzblöcke gerungen. Gestern, am Mittwoch, endete die zähe Auktion mit einem unerwartet hohen Ertrag für den Bund:

6.549.651.000 Euro – also rund 6,55 Milliarden Euro

Die 5G-Frequenzen gingen an:

  • Telekom (13 Blöcke für rd. 2,17 Mrd. Euro)
  • Vodafone (12 Blöcke für rd. 1,88 Mrd. Euro)
  • Telefónica Deutschland (9 Blöcke für rd. 1,42 Mrd. Euro)
  • 1und1 Drillisch (7 Blöcke für rd. 1,07 Mrd. Euro)

1und1 Drillisch ersteigert damit zum ersten Mal eigene Frequenzen für den Mobilfunk. Als „Neuling“ erhielt 1und1 übrigens Sonderkonditionen beim Ausbau in der Fläche.
Durch diesen 4. Anbieter im Mobilfunkmarkt erhöht sich der Wettbewerb um die Mobilfunk-Kunden.

Die Abkürzung 5G steht für 5. Mobilfunkgeneration. Durch den schnelleren Download und die verbesserte Reaktionzeit (Latenz) können Daten nahezu in Echtzeit verarbeitet werden. Diese Grundlagen werden für neue technische Entwicklungen benötigt, z. B. dem Autonomen Fahren oder die Produktionssteuerungen, aber auch in der Telemedizin („Fern-Operationen“).

Die Zukunft hat begonnen 😉

Quelle: Bundesnetzagentur