Datenleck beim Autovermieter Buchbinder

Datenleck beim Autovermieter Buchbinder

Nach Presseveröffentlichungen sollen 5 Millionen Kundendaten im Netz zugänglich gewesen sein. Die Daten enthielten Verträge, digitalisierte Rechnunge, Email-Verkehr und Schadensbilder von vermieteten Fahrzeugen. In den Vertragsdaten waren unter anderem Namen, Adressen, Geburtsdaten und Führerscheindaten zu finden. Darunter sollen sich laut Angaben von „c’t“ und „Zeit“ auch die Daten von Grünen-Chef Robert Habeck und Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) befunden haben.

Laut Bericht soll dieses Datenleck durch ein Konfigurationsfehler in einem Backup-Server verursacht worden sein.

Nachdem das Datenleck durch einen Routine-Scann einer IT-Sicherheitsfirma aufgefallen war, soll Buchbinder zwei Mal per Email darauf aufmerksam gemacht worden sein. Buchbinder soll nach Medienbericht nicht reagiert haben, so dass die IT-Sicherheitsfirma den zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten in Bayern und die Medien „c‘t“ und „Zeit“ informierte.

Erst nachdem sich die beiden genannte Median an die zur Europcar-Gruppe gehörenden Autovermietung wandten und erneut auf das Problem hinwiesen, wurden die Zugänge zu den Daten unverzüglich geschlossen.

Das Datenleck soll mehrere Wochen bestanden haben. Falls Sie als Kunde der Autovermietung von dem Datenleck betroffen sind, finden Sie auf dem Portal von Heise Online den folgenden Artikel:

Datenleck bei Buchbinder: Was Betroffene jetzt tun können

Cyberangriffe auf Server-Dienstleister im Bankensektor

Cyberangriffe auf Server-Dienstleister im Bankensektor

Bereits am 8. Januar 20 veröffentlichte die DKB über Twitter in einem 4-teiligen Tweet:

Der Server-Dienstleister der DKB wurde am 07.01.2020 einem Angriff durch Dritte ausgesetzt, der die Verfügbarkeit unserer Webseite sowie einige unserer Dienste beeinträchtigt. Es gibt aktuell kein Anzeichen für einen Datenabgriff. Gemeinsam mit unserem Server-Dienstleister haben wir umgehend Gegenmaßnahmen ergriffen und die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Mit den zuständigen Behörden arbeiten wir eng zusammen. Wir bedauern es, wenn du daher teilweise nicht auf unsere Website und das Internet-Banking zugreifen kannst. Die DKB setzt alles daran, dass die uneingeschränkte Verfügbarkeit dieser Dienste so rasch wie möglich wiederhergestellt wird.“

Twitter-Meldung der DKB

Der Server-Dienstleister mit dem Namen FI-TS ist eine Tochter des Sparkassen-IT-Dienstleisters Finanz Informatik (FI). Durch den Angriff auf den Server gab es neben der DKB weitere betroffene Banken, die unterschiedlich stark eingeschränkt waren.

Auch wenn es zu keinem Daten-Diebstahl kam, zeigt dieser Vorfall ganz klar die Verwundbarkeit der modernen, digitalen Wirtschaftswelt. Ein  Schaden entsteht bereits durch die „Nichterreichbarkeit“ (Fehler 404 – „Not found“). Besser und wirtschaftlich günstiger ist es, schon im Vorfeld in die IT-Sicherheit zu investieren. 

Sie möchten die Sicherheit Ihrer eigenen Internetseite überprüfen?
Nutzen Sie jetzt gleich unser Kontaktformular

 

Quellen: Twitter – Tweet von @DKB_de; Handelsblatt – Artikel vom 08.01.20 zum Thema

EuGH-Urteil: Netzagentur verliert gegen Google im Gmail-Streit

EuGH-Urteil: Netzagentur verliert gegen Google im Gmail-Streit

Kurzmeldung:

Das EuGH hat heute das Urteil im Rechtsstreit zwischen Bundesnetzagentur und Google entschieden (AZ: C‑193/18 – in den Medien genannter  „Gmail-Streit“):

Gmail ist kein „elektronischer Kommunikationsdienst“ im Sinne des EU-Rechts und unterliegt somit nicht den für elektronische Kommunikationsdienste entsprechenden Bestimmungen.

Das Urteil in Deutscher Sprache ist hier zu lesen.

5G-Versteigerung beendet – Bund nimmt 6,55 Milliarden Euro ein

5G-Versteigerung beendet – Bund nimmt 6,55 Milliarden Euro ein

Über 12 Monate wurde um die 5G-Frequenzblöcke gerungen. Gestern, am Mittwoch, endete die zähe Auktion mit einem unerwartet hohen Ertrag für den Bund:

6.549.651.000 Euro – also rund 6,55 Milliarden Euro

Die 5G-Frequenzen gingen an:

  • Telekom (13 Blöcke für rd. 2,17 Mrd. Euro)
  • Vodafone (12 Blöcke für rd. 1,88 Mrd. Euro)
  • Telefónica Deutschland (9 Blöcke für rd. 1,42 Mrd. Euro)
  • 1und1 Drillisch (7 Blöcke für rd. 1,07 Mrd. Euro)

1und1 Drillisch ersteigert damit zum ersten Mal eigene Frequenzen für den Mobilfunk. Als „Neuling“ erhielt 1und1 übrigens Sonderkonditionen beim Ausbau in der Fläche.
Durch diesen 4. Anbieter im Mobilfunkmarkt erhöht sich der Wettbewerb um die Mobilfunk-Kunden.

Die Abkürzung 5G steht für 5. Mobilfunkgeneration. Durch den schnelleren Download und die verbesserte Reaktionzeit (Latenz) können Daten nahezu in Echtzeit verarbeitet werden. Diese Grundlagen werden für neue technische Entwicklungen benötigt, z. B. dem Autonomen Fahren oder die Produktionssteuerungen, aber auch in der Telemedizin („Fern-Operationen“).

Die Zukunft hat begonnen 😉

Quelle: Bundesnetzagentur

Facebooks Kryptowährung heißt „Libra“

Plant Facebook eine eigene Kryptowährung?

Nach einer Meldung von CNBC will Facebook noch in diesem Monat eine eigene Kryptowährung einführen. Die Mitarbeiter der Entwicklungsabteilung für diese Kryptowährung sollen sich bereits im Juni ihre Vergütung in der neuen Währung auszahlen lassen können.

Nach Medienberichten will Facebook mit einer eigenen Kryptowährung den internationalen Handel über die Plattform Facebook vereinfachen. Facebook-Nutzer sollen die neue Kryptowährung u. a. auch über Umtausch-Automaten erwerben können.

Facebook soll laut CNBC eine Kommentierung dieser Meldung abgelehnt haben.

Interessant ist diese Meldung im Zusammenhang mit einer weiteren Berichterstattung von heute im The Guardian:

Facebook launcht eine App, über die Facebook-Nutzer eine Vergütung für ihre Daten erhalten sollen. Die App ist im Google Appstore erhältlich und soll alle Nutzerdaten für Facebook-Studien zur Verfügung stellen. Gescannt werden hier die vorhandenen und genutzten Apps auf dem Smartphone sowie den Umfang der Nutzung vorhandener Apps.

Auch zu dieser Meldung wurde Facebook vergeblich um eine Stellungnahme gebeten.

Diese beiden Informations-Krümel lassen vermuten, dass Facebook die bereits vorhandene Marktmacht weiter ausbaut.

Quellen:
CNBC – „Facebook will reportedly announce cryptocurrency this month, allowing employees to take it as salary“
The Guardian – „Facebook launches app that will pay users for their data“