Mit Datenanalyse zum wirtschaftlichen Erfolg

Berufsbegleitendes Weiterbildungsmodul „Quantitative Methoden und Data Mining“ startet im Januar 2019

Am 11. Januar 2019 startet an der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) das berufsbegleitende Weiterbildungsmodul „Quantitative Methoden und Data Mining“, bei dem die Datenanalyse im Fokus steht. Die achtwöchige modulare Weiterbildung vermittelt die Grundlagen der Datenanalyse und zeigt konkrete Anwendungen in Data Mining und Business Intelligence. Zielgruppe sind all jene, die bereits jetzt mit Datenanalysen befasst sind, also insbesondere Ökonom/innen, Ingenieur/innen und Informatiker/innen.

Data Science ist für die meisten Unternehmen kein Fremdwort mehr. Vielen Unternehmern ist die zunehmende Bedeutung datengetriebener Geschäftsmodelle und der Aussagekraft ihrer Daten, z. B. über Kunden, Produktionsabläufe, Logistikketten und Wartungszyklen, bewusst. Gleichzeitig fehlt aber das innerbetriebliche Know-how, um datenbasierte Entscheidungen für das Unternehmen zu treffen.

Die Agentur für wissenschaftliche Weiterbildung und Wissenstransfer e.V. (AWW) vermittelt in Kooperation mit der THB seit mehreren Jahren in verschiedenen Weiterbildungsangeboten Wissen zum Themenkomplex Data Science. Dabei orientieren sich die Angebote an der Einteilung des amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers und Google-Chefökonomen Hal Varian: Ihm zufolge setzt sich die spezifische Wertschöpfungskette aus Datenzugriff und -verarbeitung, Datenanalyse und Ergebniskommunikation zusammen.

Bis 4. Januar 2019 ist eine Anmeldung zu diesem Weiterbildungsmodul möglich. Termine und weitere Informationen zu den Weiterbildungen sind unter www.aww-brandenburg.de/weiterbildungsangebote/ sowie https://bit.ly/2GGwGZL und https://bit.ly/2GCZlTc zu finden.

Ansprechperson:
Dr. Annette Strauß
Telefon: 03381 / 355 – 750
Mail: annette.strauss@aww-brandenburg.de

Technische Hochschule Brandenburg
Die 1992 gegründete Technische Hochschule Brandenburg ist eine moderne Campushochschule mit Sitz in Brandenburg an der Havel. Das Lehrangebot der Hochschule erstreckt sich über die Fachbereiche Informatik und Medien, Technik sowie Wirtschaft – zunehmend auch in berufsbegleitenden und dualen Formaten. Die THB fördert besonders die Möglichkeit eines Studiums ohne Abitur. Die rund 2.600 Studierenden werden derzeit von 66 Professorinnen und Professoren betreut. Alle Studiengänge werden mit den internationalen Abschlüssen Bachelor oder Master angeboten. Mehr Informationen unter www.th-brandenburg.de

Studie untersucht die Erfolgsbedingungen des strategischen Marketings von Bildungseinrichtungen

Künzelsau, Oktober 2018. Der Strukturwandel des Bildungswesens, der u.a. durch Kommerzialisierung und Internationalisierung sowie durch technologische Innovationen und neue Formen der Vermittlung gekennzeichnet ist, stellt Universitäten und Hochschulen vor neue Herausforderungen. Dazu kommt ein dynamischer Wandel der Arbeitswelt, die fortlaufend nach neuen, teils kaum vorhersehbaren Kompetenzen verlangt.

Die betreffenden Bildungseinrichtungen sind dabei mit einer Reihe von Dilemmata konfrontiert: So müssen sie etwa den Erwartungen ihrer vielfältigen Anspruchsgruppen gerecht werden und dabei einen fortlaufenden Abgleich teils konfliktionärer, langfristiger (qualitativ-inhaltlicher) und kurzfristiger (ökonomisch-formaler), Ziele herbeiführen. In diesem Spannungsfeld, und vor dem Hintergrund des aktuellen gesellschaftlichen und bildungspolitischen Klimas, untersucht ein Team um den Künzelsauer Professor Dr. Sebastian Kaiser-Jovy die Bedingungen erfolgreichen strategischen Marketings.

Rolle der Curricula im Blick
Auf Basis qualitativer Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern geistes- und sozialwissenschaftlicher Studiengänge an verschiedenen europäischen und nicht-europäischen Universitäten und Hochschulen haben die Forscher nun in einem ersten Schritt untersucht, inwiefern sich tertiäre Bildungseinrichtungen über ihre Curricula bzw. ihre inhaltliche Programmatik profilieren können und sollten. Dabei zeigte sich, dass mit einer systematischen Entwicklung und Kommunikation von Curricula besondere Profilie-rungschancen verbunden sind. Dies gilt für einzelne Studiengänge und Fachbereiche bzw. Fakultäten, aber auch auf institutioneller Ebene. Demgegenüber erweist sich das generelle Bewusstsein für den Themenbereich unter Hochschullehrerinnen und –lehrern bzw. Verantwortlichen als bislang eher niedrig. Hier offenbart sich für die betreffenden Bildungsinstitutionen, je nach Trägerschaft bzw. institutioneller Verfasstheit, ein teils erhebliches Potenzial.

Prof. Dr. Sebastian Kaiser-Jovy erläutert die zentralen Studienergebnisse wie folgt: „Staatliche Hochschulen etwa können den Arbeitsmarktbezug ihrer Bildungsangebote stärken und, wenn sie diese in geeigneter Weise kommunizieren, etw. verlorenen Boden im Wettbewerb um Studierende gutmachen. Dabei kommt ihnen entgegen, dass sie gegenüber Hochschulen in privater Träherschaft weniger verdächtig sind, ihren Bemühungen (kurzfristige) öko¬nomische Ziele voranzustellen. Andererseits werden privaten Hochschulen Vorteile und Chancen zugesprochen, nicht zuletzt, da sie dem Einsatz von Methoden des klassischen Marketings regelmäßig offener gegenüberstehen und sich daher flexibler an sich dynamisch wandelnde Umfelbedingungen anpassen können. Sie laufen dabei allerdings Gefahr, Perspektiven einer nachhaltigen inhaltlichen Profilierung aus dem Blick zu verlieren, was sich langfristig als erheblicher strategischer Nachteil erweisen kann.“


Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Ansprechpartner: Prof. Dr. Sebastian Kaiser-Jovy, Studiengang Betriebswirtschaft und Kultur-, Freizeit-, Sportmanagement, Daimlerstr. 35, 74653 Künzelsau. Telefon: +49 7940 1306-245. E-Mail: sebastian.kaiser-jovy@hs-heilbronn.de, Internet: www.hs-heilbronn.de/sebastian.kaiser